Anna am November 4, 2009

Ich besitze zwei Maurische Landschildkröten; Sekunda (wiegt 275g) und Terzia (300g). Sie sind jetzt etwa 2 1/2 Jahre alt und sollen zum ersten Mal ihren Winterschlaf halten.

Anfang des Monats habe ich angefangen das Essen und die Lichtstunden zu reduzieren. Ich habe sie täglich gebadet – wie es in einem Schildkrötenbuch stand – und nachdem ich ihnen dann gar nichts mehr zu essen gegeben habe, sind sie ruhiger geworden, wobei Sekunda noch immer sehr viel aktiver war. Gestern hab ich sie dann zum Überwintern in unser Gewächshaus gebracht und ihnen dort eine mit Erde, Mulch und Laub befüllten Bereich abgetrennt.
Nachdem ich sie dort hineingesetzt habe hat sich Terzia relativ schnell eingegraben, Sekunda hingegen hat sich bis jetzt noch nicht eingegraben.
In der Erde beträgt die Temperatur ungefähr 7-8 Grad, die Lufttemperatur ist jedoch kälter.
Ich weiß nicht was ich jetzt machen soll oder ob Sekunda vielleicht einfach noch nicht bereit für den Winterschlaf ist und ich sie lieber wieder ins Terrarium bringen soll oder ob ich einfach warten soll, dass sie sich von alleine noch eingräbt?

Ich wär für einen Rat sehr dankbar, da ich mir sehr große Sorgen um Sekunda mache.

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4 Kommentare zu “Winterschlafprobleme”

  1. Allgemein gilt: Im Sommer müssen Schildkröten im Freiland bzw. im Garten gehalten werden, nur dies ist eine artgerechte Haltung!

    Seit Jahrtausend von Jahren gehört die Winterruhe zum normalen Lebensrhythmus der Griechischen/Maurischen Landschildkröten dazu und zwar vom Babyalter an. Wer badet die Landschildkröten in ihren Ursprungsländern?

    Wie ich aus Ihrer E-Mail erkennen kann, haben Sie Ihre Landschildkröten in einem Zimmerterrarium gehalten. Sofern wir dies falsch verstanden haben, korrigieren Sie uns bitte.

    Im Freilandgehege stellen die Reptilien Ende August/Anfang September automatisch die Nahrungsaufnahme ein und gehen weniger auf Wanderschaft, dies ist auch eine artgerechte Haltung. Waren Ihre Landschildkröten krank, so ist ein Zimmerterrarium zum Überwintern Ok.

    Es ist ganz schwierig Griechische oder auch Maurische Landschildkröten, die eine Terrarienhaltung gewöhnt sind, vom Zimmerterrarium zum Winterschlaf zu bringen. Es fehlen einfach die klimatischen Verhältnisse, die in der Natur automatisch passieren (Temperaturschwankungen, Tag- und Nachtrhythmus, etc.). Zwar können Sie dies in einem Zimmerterrarium künstlich herstellen, dies wird Ihnen aber niemals zu 100% wie in der Natur gelingen und aus diesem Grund entstehen dann die Schwierigkeiten für die sensiblen Landschildkröten.

    Ihre Vorgehensweise mit der Installation einer Wärmelampe, kein Futter mehr anbieten etc. war schon richtig. Jedoch ein Schälchen mit frischen Wasser muss täglich gegeben sein. Dies unterstützt die Darmentleerung.

    Geben Sie Ihrer Schildkröte ein wenig Zeit sich um zugewöhnen, dies dauert in der Regel 14 Tage, denn Schildis sind Gewohnheitstiere und passen sich nur schwer neuen Umgebungen von heute auf morgen an.

  2. Danke für ihre schnelle und so ausführliche Antwort.

  3. Zur Ergänzung, das mit dem Zimmerterarium ist nicht ganz richitg, denn meine Schildkröten waren im Sommer in einem Freigehege im Garten. Nur wenn es meiner Ansicht nach zu kalt war sind sie ins Zimmerterarium gekommen.

  4. Wann ist es Ihrer Ansicht im Sommer zu kalt für eine Griechische Landschildkröte?

    Die Griechischen Landschildkröten sind keine normalen “Haustiere”, die von einem Ort zum anderem herum getragen werden sollten. Wenn ein geeigneter Unterschlupf in Freilandgehege angeboten wird, verkriechen sich diese automatisch und kommen auch bei den ersten Sonnenstrahlen wieder zum Vorschein.

    Dies soll nur eine Info sein!

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