Ella Door am September 12, 2011

Meine 2- und 3- jährigen griechischen Landschildkröten haben ein sehr schönes Außengehege, allerdings hat das Übernachtungshaus (das Haus ist seitlich und von unten dick mit Styropor unterlegt und es ist zur Isolation Heu, eine dicke Schicht Mulch mit Erde und noch ein Schlafhäuschen drin) aber keine Wärmelampe. Die Züchterin, von der ich die beiden habe, holt ihre Kleinen ab September nachts ins Gewächshaus, wo allerdings auch keine Wärmelampe ist.

Ich bin völlig verunsichert, da ich nicht weiß, ob das Hereinholen den natürlichen Rythmus völlig durcheinander bringt. Mein Terrarium für Innen (wenn´s mal tagelang regnet oder keine Sonne scheinen will) verfügt über genug Grundfläche, eine UV-Lampe und einen Wärmestrahler. Unterhalb welcher Nachttemperaturen holt Ihr Eure Kleinen ins Haus?

Ich dachte es sei gesünder, sie draußen den Herbst fühlen zu lassen, damit die Winterstarre einen natürlichen Übergang findet, allerdings kann ich bei 14′ Grad schon nicht mehr ohne Albträume schlafen, weil ich fürchte, sie würden krank.

4 Kommentare zu “Wann dürfen kleine Schildis draußen schlafen?”

  1. Sie haben Ihre Frage eigentlich ja schon beantwortet. Für die Griechischen Landschildkröten ist der natürliche Jahreszyklus artgerecht und deshalb wichtig, damit diese nicht zur Höckerbildung neigen und sonstige Erkrankungen bekommen.

    Die kalten Nachttemperaturen benötigen die Schildkröten unbedingt und holen Sie bitte die Tiere nicht ins Haus.

    Unsere Landschildkröten bleiben draußen in Ihrem Frühbeet/Freilandgehege und die Tiere nehmen jetzt weniger Nahrung auf und zeigen sich auch nur ab und zu, wenn die Tagestemperaturen wieder steigen und nachts verschwinden sie in ihren Schutzhäusern und buddeln sich auch schon teilweise ein. Sie bleiben dort bis Ende Oktober/Mitte November. Im November buddeln wir unsere Landschildkröten aus und bringen diese in unsere Überwinterungskisten, die mit ungedüngter Erde, Heu oder auch Buchenlaub gefüllt sind und bringen diese in unseren Gewölbekeller. Dort liegen die Temperaturen für die Winterstarre meist konstant bei 4-6 Grad. Wir buddeln unsere Schildkröten nicht aus um diese zu wiegen, sondern lassen der Natur ihren freien Lauf.

    Wenn sie verunsichert sind, können sie es ja erstmals mit einer dreimonatigen Winterstarre versuchen.

    Falls sie keinen geeigneten Kellerraum haben, so empfehlen wir die Kühlschranküberwinterung. Näheres dazu können Sie unter http://www.schildi24.de nach lesen.

  2. Da ich noch recht unerfahren bin, was die Schildkrötenhaltung betrifft, möchte ich zu dem Thema auch noch was fragen: meine 2 Griechischen Landschildkröten sind erst im August zu uns gekommen. Sie kennen nur das Terrarium, so dass sie erst nächstes Jahr umgestellt werden sollen. Jetzt sind beide schon sehr ruhig (beide geschlüpft 2006 aber 30 g Unterschied, Geschlecht unbekannt). Die Kleine verkriecht sich sehr oft. Die Große ist auch nicht so aktiv. Wir haben einen Wärmestrahler und eine Tageslichtlampe und einen Sun Strahler (UV-Licht). Ich lasse die Strahler zusammen an, aber wenn die Temperatur um die Mittagszeit auf 40 Grad ansteigt, mache ich den Sun-Strahler aus. Die Luftfeuchte ist zwischen 30 und 40 Grad. Manchmal nebele ich dann Teile des Terrariums ein. In das Wasserschälchen sind die beiden eigentlich nur einmal gewesen. Soll ich die Temperaturen jetzt schon reduzieren? Ist das normal, dass die beiden jetzt schon so wenig aktiv sind? Die Größere liegt bis auf einmal am Tag zum Fressen in einer Höhle, die Kleine kommt manchmal nur einmal oder weniger raus zum Fressen, gräbt sich ansonsten unter einer Baumwurzel ein. Ich bin froh, wenn nächstes Jahr ein Teil unseres Gartens, das neue Zuhause der zwei wird.

  3. Das Terrarium würde ich in einem ruhigen unbeheizten Raum stellen. Die Beleuchtungsdauer im Zimmerterrarium soll auf ca. 4 Stunden verkürzt werden für ca. 3 Wochen. Die Raumtemperatur soll nachts nur etwa 10° C haben, damit die Landschildkröten in den Winterschlaf geschickt werden können.

  4. Vielen Dank für den ergänzenden Beitrag !